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Kurzarbeit-Infos für Klienten

Leitfaden bei Kurzarbeit für MEDplan-Klienten & alternative Personalmaßnahmen

Liebe Klientin,
Lieber Klient, 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Einreichung der Kurzarbeits-Anträge für Ihre Ordination!

Da im Internet verschiedene Informationen zum Vorgehen bei Kurzarbeit zu finden sind, haben wir bei MEDplan einen Leitfaden entwickelt, sodass Sie als Arbeitgeber so wenig Zeit wie nötig hierfür aufwenden müssen:

  1. Bitte kontaktieren Sie das AMS telefonisch unter 050904940, um Ihr eAMS Konto als Unternehmer zu beantragen. Das eAMS Konto für Unternehmer benötigen Sie, da ansonsten die Abrechnung der Kurzarbeit nicht erfolgen kann. Wichtig ist, dass Sie im Telefonat dem AMS-Mitarbeiter mitteilen welche Vertretungsbefugnisse Sie beantragen möchten (bspw. nur für Sie als ÄrztIn oder auch für Mitarbeiter oder Mitgesellschafter bei Gruppenpraxen). Bitte erfragen Sie im Telefonat ebenfalls gleich welche Unterlagen Sie dem eAMS-Antrag im Anschluss beilegen müssen (Lichtbildausweis, Firmenbuchauszug für Gruppenpraxen…). Dieses Telefongespräch ist notwendig, damit das AMS Sie als Kunde anlegen kann.

    Im Anschluss erhalten die eAMS-Antragsunterlagen per Post gesendet. Bitte senden Sie die angeforderten Dokumente ausgefüllt per Mail an das AMS an folgende Mailadresse .

    Ihre Zugangsdaten zum eAMS Konto erhalten Sie im nächsten Schritt postalisch per RSa-Brief.
  2. Parallel zur Beantragung des eAMS-Kontos füllen Sie bitte den Arbeitseinsatzplan Ihrer Ordination für die Dauer der Kurzarbeit aus und senden diesen an Ihren MEDplan Betreuer. Bitte beachten Sie, dass die Kurzarbeit für Ärzte im Moment rückwirkend erst ab dem 16.03.2020 möglich ist. Die Ärztekammer verhandelt derzeit eine Rückwirkungsfrist bis 01.03.2020.
  3. Im Anschluss berechnet Ihr MEDplan-Betreuer Ihre Pauschalsätze für die Kurzarbeit und bereitet Ihr individuelles Kurzarbeitsbegehren vor. Danach erhalten Sie von Ihrem MEDplan-Betreuer zum einen das finale Kurzarbeitsbegehren (Kurzarbeitsantrag) für Ihre Ordination als auch die Sozialpartner-Einzelvereinbarung.
  4. Im Anschluss können Sie per Mail an das Kurzarbeitsbegehren als auch die Sozialpartner-Einzelvereinbarung einreichen. Sofern Sie schon die Zugangsdaten für Ihr eAMS-Konto haben, können Sie die Dokumente auch schon hier hochladen.
  5. Das AMS sendet die Einzelvereinbarung den Sozialpartnern, der zuständige Ärztekammer, sowie der Gewerkschaft GPA, die diesem innerhalb von 48 Stunden zustimmen müssen.
  6. Sobald die Zustimmung der Sozialpartner erfolgt und an das AMS übermittelt ist, wird das AMS die finale Entscheidung im Rahmen der Förderungsrichtlinien treffen und Sie darüber informieren. Derzeit ist leider noch nicht geklärt, wann der Lohnausgleich durch das AMS geleistet wird.

Alternativen Personalmaßnahmen

Neben dem Kurzarbeitsmodell gibt es ebenfalls weitere Personalmaßnahmen, die Sie für Ihre Situation in Betracht ziehen können:

Einvernehmliche Vereinbarungen

Einvernehmlich können verschiedene Vereinbarungen mit den Dienstnehmern getroffen werden:

Unbezahlter Urlaub

Die finanziell günstigste Variante stellt der „unbezahlte Urlaub“ dar, allerdings erhält der Arbeitnehmer für diese Zeit kein Entgelt, das Dienstverhältnis wird jedoch aufrechterhalten. Hier muss beachtet werden, dass bei einer Dauer von einem Monat der Arbeitnehmer weiterhin sozialversichert ist und beide, Dienstnehmer und Dienstgeber die jeweiligen Beiträge zu entrichten haben. Nach einem Monat unbezahltem Urlaub ist der Dienstnehmer nicht mehr sozialversichert.

Einvernehmliche Auflösung mit Wiedereinstellungszusage

Bei der einvernehmlichen Auflösung mit Wiedereinstellungszusage wird vereinbart, dass das Arbeitsverhältnis für die Zeit der Corona-Krise aufgelöst wird, der Dienstnehmer währenddessen Arbeitslosengeld erhält und nach der Krise wiedereingestellt wird. Hier ist zu beachten, dass der bestehende Urlaubsanspruch vollständig abzugelten ist. Ebenso sind aliquote Sonderzahlungen als auch der Abfertigungsanspruch „alt“ zu entrichten.

Einvernehmliche Reduktion der Arbeitszeit

Ein Wechsel von Voll- auf Teilzeit oder die Senkung der Arbeitszeit bei Teilzeitbeschäftigten stellt ebenfalls eine Option dar.

Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben (einvernehmlich)

Eine weitere Möglichkeit ist der einvernehmliche Abbau von Urlaubs- und Zeitguthaben.

Weitere Personalmaßnahmen

Angeordneter Urlaub

Auf Grundlage des COVID-1 9-Maßnahmengesetzes, BGBI. Nr. 1 2/2020 ist es bei Verboten oder zu Einschränkungen des Betretens von Unternehmen möglich als Arbeitgeber den Abbau von Urlaubguthaben anzuordnen.

Hier sind drei Voraussetzungen zu beachten:

  • Verbrauch von Urlaubsansprüchen aus dem laufenden Urlaubsjahr von bis zu 2 Wochen
  • Verbrauch von vorherigen Urlaubsansprüchen bis zu 6 Wochen
  • Maximaler Verbrauch von 8 Wochen an Urlaubs- und Zeitguthaben

Sonderbetreuungszeit (Kinderbetreuung)

Hierbei handelt es sich um eine „besondere Freistellung mit Entgeltfortzahlung“ und staatlicher 1/3-Entgelterstattung für den Arbeitgeber. Dies ist für alle Arbeitnehmer gedacht, die keinen Anspruch auf Dienstfreistellung zur Betreuung des Kindes haben. Hier gewärt der Arbeitgeber eine Sonderbetreuungszeit von bis zu 3 Wochen für die Betreuung eines Kindes bis zum 14. Lebensjahr. Für dieses Modell ist die Zustimmung vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer erforderlich.

Stand: 27. März 2020

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